Welt-AIDS-Tag 2021

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40 Jahre AIDS – Was daraus gelernt?

… war das Motto des Gottesdienstes, den wir in St. Georg am 30.11. zum Welt-AIDS-Tag gefeiert haben.
Es war bewegend, sich an diesem Abend an das große Leid zu erinnern, das durch HIV/ AIDS in die Welt gebracht wurde – aber auch an viel Solidarität und mutige Kämpfe für gleiche Rechte und gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung. Danke an alle Mitwirkenden, besonders an Bischöfin Kirsten Fehrs und SCHOLA CANTOROSA, den schwulen Männerchor Hamburg!

Ein großartiger Beitrag zum Welt-AIDS-Tag war auch die NDR-Sendung DAS am 29. November. Große Wertschätzung unserer Arbeit war auch, dass Pastor Thomas Lienau-Becker am 29. November Gast auf dem „Roten Sofa“ bei der war.

Foto: NDR

DAS! mit Pastor Thomas Lienau-Becker

Sendung: DAS! | 29.11.2021 | 18:45 Uhr 34 Min | Verfügbar bis 28.02.2022

Die Sendung ist in der NDR-Mediathek hier zu sehen:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/das/DAS-mit-Pastor-Thomas-Lienau-Becker,dasx26302.html

Und wie (fast) immer gab es auch 2021 einen Candle Light Walk durch die Innenstadt mit anschließendem Heißgetränk, diesmal auf dem Hansaplatz. Auch daran haben viele mitgewirkt: Hein und Fiete, der LSVD und das Team vom HANSA-Treff.

Darum geht’s am Welt-AIDS-Tag
Jedes Jahr am 1. Dezember findet seit 1988 der Welt-AIDS-Tag statt. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf. Außerdem erinnert der Welt-AIDS-Tag an die Menschen, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben sind.

Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange nicht alle haben Zugang zu den Medikamenten, die ihr Leben retten können. Und noch immer erleben Betroffene Diskriminierung und Stigmatisierung.
Im Jahr 2020 steht der Welt-AIDS-Tag unter dem Motto „Globale Solidarität, geteilte Verantwortung“. Es soll Verantwortliche in Politik, Wirtschaft, Medien und anderen Bereichen daran erinnern, dass sie einen Beitrag leisten können und müssen. Denn es ist längst möglich, die AIDS-Epidemie zu beenden – es hängt vom politischen Willen ab!
Das Ziel kann nur eines sein: Alle Menschen ohne HIV müssen Zugang zu Informationen und Schutz-möglichkeiten erhalten, HIV-positive Menschen medizinische Behandlung und jede Unterstützung, die sie brauchen. Außerdem gilt es, offen über das Tabu-Thema HIV zu sprechen.

Daten & Fakten weltweit

• Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV.
• 73% der Menschen mit HIV erhalten Medikamente – etwa ein Viertel also nicht.
• 2020 starben weltweit 680.000 Menschen an den Folgen von Aids.
• Seit Beginn der Epidemie sind 36,3 Millionen Menschen an den Folgen von Aids gestorben.
• Am stärksten betroffen ist das südliche Afrika. In Osteuropa und Zentralasien ist die Zahl der Infektionen in den letzten Jahren stark gestiegen.
• Die Corona-Pandemie wirft die Maßnahmen gegen HIV/Aids zurück: Kontaktbeschränkungen haben HIV-Tests behindert und führten in vielen Ländern zu einem starken Rückgang der Diagnosen. Auch die medikamentöse Versorgung wurde teilweise eingeschränkt oder unterbrochen.

Daten & Fakten Deutschland

• In Deutschland leben rund 91.400 Menschen mit HIV.
• 2020 haben sich 2.000 Menschen neu mit HIV infiziert. Tendenz: sinkend.
• 97% der Menschen mit HIV-Diagnose nehmen HIV-Medikamente.
• Rund 9.500 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer Infektion und erhalten deswegen keine Behandlung.
• Deswegen erkranken immer noch rund 900 Menschen pro Jahr an Aids oder einem schweren Immundefekt – obwohl es vermeidbar wäre.
• Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von Aids gestorben

Ausführliche Informationen zur internationalen Situation findest du auf der Webseite von UNAIDS, dem Programm der Vereinten Nationen zu HIV/ AIDS.

Zahlen zu HIV in Deutschland sind auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts abrufbar.