Gottesdienst zum Welt-AIDS-Tag + 26. Candle-Light-Walk

40 Jahre AIDS – Was daraus gelernt?

Am 1. Dezember 1981 wurde die Erworbene Immunschwäche in den USA als eigene Krankheit klassifiziert. Seitdem sind vierzig Jahre vergangen – eine Zeit voller Leid und Schrecken, aber auch voller Fortschritte und Hoffnungen. Und innerhalb der nächsten zehn Jahre ist eine Überwindung von AIDS möglich – wenn die entsprechenden Programme weiter verfolgt und finanziert werden. Daher soll es im Gottesdienst zum Welt-AIDS-Tag in diesem Jahr um Rückblick und Ausblick gehen. Bischöfin Kirsten Fehrs wird die Predigt halten und der schwule Männerchor Schola Cantorosa wird singen. Und nach dem Gottesdienst wird es wieder einen Candle Light Walk mit Hein und Fiete durch die Innenstadt geben.

Gottesdienst zum Welt-AIDS-Tag am Dienstag, 30. November um 18 Uhr, Hl. Dreieinigkeitskirche St. Georg

 

Darum geht’s am Welt-AIDS-Tag
Jedes Jahr am 1. Dezember findet seit 1988 der Welt-AIDS-Tag statt. Er bekräftigt die Rechte der HIV-positiven Menschen weltweit und ruft zu einem Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung auf. Außerdem erinnert der Welt-AIDS-Tag an die Menschen, die an den Folgen von HIV und AIDS verstorben sind.

Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV. Noch lange nicht alle haben Zugang zu den Medikamenten, die ihr Leben retten können. Und noch immer erleben Betroffene Diskriminierung und Stigmatisierung.
Im Jahr 2020 steht der Welt-AIDS-Tag unter dem Motto „Globale Solidarität, geteilte Verantwortung“. Es soll Verantwortliche in Politik, Wirtschaft, Medien und anderen Bereichen daran erinnern, dass sie einen Beitrag leisten können und müssen. Denn es ist längst möglich, die AIDS-Epidemie zu beenden – es hängt vom politischen Willen ab!
Das Ziel kann nur eines sein: Alle Menschen ohne HIV müssen Zugang zu Informationen und Schutzmöglichkeiten erhalten, HIV-positive Menschen medizinische Behandlung und jede Unterstützung, die sie brauchen. Außerdem gilt es, offen über das Tabu-Thema HIV zu sprechen.

Daten & Fakten weltweit

  • Weltweit leben etwa 38 Millionen Menschen mit HIV.
  • 67% der Menschen mit HIV erhalten Medikamente – etwa ein Drittel also nicht.
  • 2018 starben weltweit 690.000 Menschen an den Folgen von AIDS.
  • Seit Beginn der Epidemie sind 32,7 Millionen Menschen an den Folgen von AIDS gestorben.
  • Am stärksten betroffen ist das südliche Afrika. In Osteuropa und Zentralasien ist die Zahl der Infektionen in den letzten Jahren stark gestiegen.
  • Die Corona-Pandemie wirft die Maßnahmen gegen HIV/AIDS zurück: In vielen Ländern werden die Medikamente knapp.

Daten & Fakten Deutschland

  • In Deutschland leben rund 90.700 Menschen mit HIV.
  • 2019 haben sich 2.600 Menschen neu mit HIV infiziert. Tendenz: sinkend.
  • 96% der Menschen mit HIV-Diagnose nehmen HIV-Medikamente.
  • Rund 10.800 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer Infektion und erhalten deswegen keine Behandlung.
  • Deswegen erkranken immer noch rund 1.000 Menschen pro Jahr an AIDS oder einem schweren Immundefekt – obwohl es vermeidbar wäre.
  • Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben

Ausführliche Informationen zur internationalen Situation findest du auf der Webseite von UNAIDS, dem Programm der Vereinten Nationen zu HIV/ AIDS.

Zahlen zu HIV in Deutschland sind auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts abrufbar.